Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft

Nachhaltig handeln

Das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft
Prof. Dr. Sven Bienert MRICS

Sich wandelnde Nutzeranforderungen und neue gesetzliche Vorgaben beeinflussen zunehmend Investitions-, Anmietungs- und Finanzierungsentscheidungen in den Immobilienmärkten. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den Auswirkungen einer wachsenden Nachhaltigkeits- orientierung zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen ist für die Marktteilnehmer unverzichtbar geworden. Eine interdisziplinäre Sichtweise von Immobilien ist unumgänglich, um der aufkommenden Forderung nach Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft Rechnung zu tragen.

Das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft greift diese an Bedeutung gewinnende Thematik auf und untersucht aus wissenschaftlicher und praxisorientierter Sicht die Immobilie im Kontext der Nachhaltigkeit. Das Verständnis für Nachhaltigkeit entspricht dabei dem Grundsatz der Triple Bottom Line. Neben der ökologischen Komponente Stichwort "Green Buildings" spielen die soziokulturelle und die ökonomische Dimension eine ebenso große Rolle.

Forschungsthemen

3-stufiger Ansatz des Kompetenzzentrums

  •  "Identifizieren und Verstehen": z.B. Auswirkungen des Klimawandels und des Ressourcenverbrauchs auf die Immobilienwirtschaft, Intergenerationelle Herausforderungen, Sustainability Due Diligence
  •  "Vermeiden und Anpassen": z.B. CSR/ ESG / GRI für Immobilienunternehmen, Nachhaltigkeitsbewertung, Life Cycle Costing
  • "Verändern und Innovieren": z.B. Schaffung eines Nachhaltigkeits-Benchmarking, Vereinheitlichung  von Prüfstandards (DGNB, LEED, BREEAM), Weiterentwicklung von Green Leases

Ausbildungsziele

Ziel der interdisziplinären Kurse ist es, die Studierenden angesichts des sehr jungen Wissenschaftsbereiches in die Lage zu versetzen, kreative Problemlösungen für die Immobilienwirtschaft zu entwickeln. Die frühe Sensibilisierung zukünftiger Entscheider bezüglich Nachhaltigkeit ist von hoher Bedeutung für die gesamte Branche. Denn durch die Auflösung des scheinbaren Zielkonflikts zwischen Ökologie, Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit wird ein Beitrag zur intergenerationellen Gerechtigkeit und zum globalen Klimaschutz geleistet.